Dienstag, 16. April 2013

Die Zeit geht vorbei !

Hallo zusammen,
es ist schon wieder so lange her das ich mich gemeldet habe. Jetzt habe ich ein wenig Zeit dies noch einmal zu tun.
Seit meinem letzten Block haben wir wieder einiges zusammen erlebt. Vielleicht sind es für euch nur Kleinigkeiten die ihr hier lesen könnt, doch für mich sind es ganz bedeutsame Momente, denn es sind meine letzten hier in Norwegen. Noch gut eine Woche und eine sehr aufregende und unvergessliche Zeit wird in meinem Leben zu Ende gehen. So schlimm es am Anfang auch gewirkt hat und vielleicht auch tatsächlich war, es war und ist auch immer noch die wahrscheinlich aufregendste und unbeschreiblichste Zeit bisher in meinem Leben. So viele verschiedene Nationalitäten, ein fremdes Land und wunderbare Menschen die einen Platz in meinem Leben gefunden haben. Ich vermiss sie jetzt schon...
Die letzten Woche gab es also viele kleine gemeinsame Momente. Angefangen hat es nach der Internationalen Woche mit unserem Selbstversuch Alkohol herzustellen. Da ihr ja bereits schon wisst wie teuer der Alkohol hier ist, konnten wir kaum Alkohol konsumieren. Wirklich beliebt ist hier allerdings die Eigenherstellung von Wein. Daher haben auch Hanna und ich unser Glück versucht und wollten Wein herstellen. Er ist jetzt seit knapp einer Woche fertig und ich muss ehrlich zugeben, dass das nicht wirklich erfolgreich war. Es schmeckt nicht nach Wein, nein ganz und gar nicht, es schmeckt nur nach Alkohol. Somit lässt sich eigentlich nur bemängeln, dass wir es nicht geschafft haben Wein herzustellen, aber wir haben jetzt 21 Liter Alkohol zum mischen. Ist auch nicht ganz schlecht :-D. Hier könnt ihr unseren Versuch auch betrachten:



Die weiteren Tage; also Mitte-Ende März, folgten auch nur kleinere Ausflüge. Wir besuchten das Stavanger Symphonieorchester und waren in einen Irish Pub in dem live-Musik gespielt wurde. Es war eine Art Jamsession. Echt cool anzuhören.






Am 22.3 hatten wir dann auch nach längerer Zeit endlich nochmal ein Internationales Dinner. Dieses Mal war es ein Germany-Austria Dinner. Also logische Schlussfolgerung: Ich war mit an der Reihe zu kochen. Ich muss wirklich sagen, ich glaub unser Essen kam wirklich gut an. Es gab Kartoffelpüree mit Rotkohl und Würstchen, Käsespätzle und Sachertorte. Ein voller Erfolg.






Danach den Tag haben wir dann auch schon nicht mehr viel gemacht. Eveline und ich haben unseren üblichen Spaziergang erledigt, wie fast jede Woche un abends ging es dann nochmal in einen Club. Wie immer nicht wirklich gut, da sich das Verhalten der Norweger nicht besser, aber was sein muss, muss nun mal sein und der Mensch ist nun mal ein Herdentier. :-P






Da auch am Sonntag noch einige Besucher da waren, haben wir uns dann entschieden die Lysefjordfahrt mit dem Schiff zu machen. Leider konnte ich den berühmten Felsen "Preikerstolen" nicht besteigen, da es zu gefährlich war aber ich konnte ihn immerhin von untern betrachten. Zugegeben es waren einige von uns oben auf der Spitze, aber für mich war es wirklich zu gefährlich. Nur um kurz zu beschreiben, dass Naddel es nachvollziehen kann, es war wie bei den Manafossen. Also man könnte, wenn man etwas riskieren will. Aber ihn schon alleine von unten zu betrachten, war schon schön.








Danach war die Zeit erstmal ruhiger, da wir einiges für die Uni zu tun hatten. Und dann war es endlich soweit. Am 26. März war Chrissi dann da. Oh das war sooo aufregend und einfach unbeschreiblich schön ihn nach 3 Monaten wieder zu sehen. Nun hatten wir 8 Tage Zeit Norwegen zu erkunden. Am ersten tag war es noch ziemlich ruhig, da er erst mittags ankam. Wir sind ein bisschen spazieren gegangen und dann habe ich ihn noch den anderen abends vorgestellt.






Mittwochs haben wir dann eine kleine Stadttour gemacht und abends war die Geburstagsüberraschungsparty für Simo. Ein wirklich sehr gemütlicher Tag und eine nette Party um noch mehr Leute kennenzulernen. :-)








Donnerstag war dann, würde ich fast sagen, der schönste Tag von uns beiden. Wir sind zuerst nach Sadnes gefahren und sind von da weiter in einen kleinen Ort Namens Dale gefahren. Dort haben wir dann einen Berg bestiegen. 360 m hoch. Oben angekommen haben wir dann das Denkmal "Dalsnuten" entdeckt. Ein Denkmal, welches sich aus Steinen zusammensetzt. Ich muss gestehen, dass Denkmal war jetzt mal wieder nicht so besonders, aber der Weg dorthin und vor allem oben angekommen wurden wir von einem wunderbaren unbeschreiblich tollen Ausblick belohnt. Sowas habe ich zuvor und auch danach nicht wieder gesehen. Traumhaft....
Abends ging es dann nochmal zu Hanna zu einer Cocktailparty. Das war ein echt schöner Tag.












Freitag war dann ein richtiger Turi-Tag. Zuerst ging es hoch zur Uni, dann zum Tower und zum Abschluss zu den drei Schwertern. Die Tour die ungefähr jeder machen muss, wenn er uns besuchen kommt. :-) Da das Wetter aber die ganze Woche über super toll war, war auch der Ausflug wiedermal für mich, die das alles schon öfters sehen durfte, was ganz besonderes. Abends ging es dann noch kurz zum Osterrummel.





Samstag war dann für mich ein ganz seltsamer Tag. Auch an diesem Tag hatten Chrissi und ich natürlich wieder eine Tour geplant. Es sollte zu einer Bohrinsel gehen, die ich bereits einige Wochen zuvor gesehen hatte. Also packten wir unsere Tasche und los ging es. Nach circa einstündiger Wanderung kamen wir an der Stelle an, an der sich die Bohrinsel befand.. doch leider war keine Bohrinsel mehr da. Ich weiß, es klingt komisch, aber die Bohrinsel ist innerhalb von 4 Wochen vollständig verschwunden. Anstatt dessen haben wir alte Bunker gefunden, den man betreten konnte, was auch beeindruckend war, aber trotz allem war dieser Ausflug für mich sehr verwirrend.
Nachmittags ging es dann wieder zu Hannas Wohnheim, denn es war Ostersamstag und es mussten Ostereier und anderen Sachen erledigt werden, denn Sonntag gab es ein großen Sonntagsbrunch für das ganze Haus. Es war ziemlich lustig mit so vielen Leuten Ostern vorzubereiten. :-)










Und Ostersonntag war es dann soweit. Ein Brunch, der keine Wünsche offen ließ. Einfach nur gut. Danach sind dann einige von uns noch gemeinsam spazieren gegangen und gegen Nachmittag hatten Chrissi und ich dann auch endlich nochmal ein bisschen Zeit für uns. :-) Wir haben uns an den Hafen gesetzt und dort in aller ruhe Kaffee getrunken. Wie im Urlaub. Wirklich ein gutes Gefühl.







Sonntag sind dann Hanna, Eli, Eveline, Chrissi und ich gemeinsam auf eine kleine Insel Namens Lindoy gefahren. Dort sind wir ein bisschen spazieren gegangen und haben uns in der Mittagssonne braten lassen und haben ein kleines Nickerchen gehalten. Das Wetter hier war zu dieser Zeit ein wirklicher Traum. Nachdem wir dann Mittags zu Hause waren haben wir noch zusammen gekocht und das war es dann auch schon für diesen Tag-





Dienstag fing es dann für mich schon an, wieder langsam Abschied zu nehmen. es war Chrissi letzter wirklicher Tag. Also nutzten wir die Chance, kauften Grillzeug, fuhren an den Sola-Beach und grillten. Ist echt eine super Sache, dass du hier überall einfach so grillen darfst. Und es war sooo lecker. Das erste Mal grillen für dieses Jahr. Mhhhh Yamhie :-P





Mittwoch war dann der wirkliche Tag des Abschiedes. Ich wusste zwar, dass der Abschied nicht für lange ist, aber es war so komisch ihn auf den Flughafen zu bringen und ihn davon fliegen zu sehen. Am Vormittag haben wir noch einen kleinen Stadtbummel gemacht, aber ja es war schon komisch. Dann musste er fliegen und alles war wie immer. Danach bin ich zu Hanna, welche auch ein wenig geknickt war, da Eli auch abreisen musste und wir haben den Abend gemeinsam bei einem Studentenkonzert in dem Pub Sting verbracht.





Ab dem 4. April ging dann auch schon die Uni los und wir mussten einige Hausarbeiten schreiben. Jetzt hieß es also hinsetzen und wirklich arbeiten. Ab hier fanden nur noch kleiner Events statt, wie einer kurzer Besuch am Sola-Beach mit Eveline, Hanna und Iida oder eine Wanderung um den See Stakkavatnet mit Eveline und Hanna und das Finish-Dinner.





Und dann sind wir auch schon quasi im hier und jetzt. Am Freitag war dann unsere Abschiedsparty. jetzt wird es also ernst. Die ersten Leute verlassen Norwegen, unter anderem natürlich auch ich. Und nun, an dem Punkt angekommen, weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Wir hatten ein gemeinsames essen an dem Abend mit unserem Studiengang und danach eine kleine Party für alle die Lust hatten. Wir sind wirklich eine kleine Familie, die mir wirklich ans Herz gewachsen ist und alleine das Gefühl diese verlassen, zerreißt mein Herzchen, denn einfach die Ungewissheit darüber, wann man sie wiedersieht macht mich traurig. Man weiß zwar, dass jeder diesen Tag des Abschiedes durchleben muss, aber es fällt mir wirklich sehr schwer. Ich hab sie alle schrecklich lieb und vermisse sie jetzt schon.








Und damit sind wir auch schon am Ende meines Blogs. Ich verabschiede mich auch hiermit von euch, meinen treuen Lesern, da meine letzten Tage laufen und ich diese mit allem was ich Habe genießen werden, denn die aufregendste Zeit meines Lebens nimmt ein Ende.
Danke nochmal an alle und ich freue mich natürlich auch auf ein Wiedersehen mit euch.
Also dann, bis Donnerstag.

Eure Svenja