nach fast zwei Wochen melde ich mich nun zurück. Ich muss schon fast sagen LEIDER, denn die Reise war traumhaft schön und wird unvergesslich für mich bleiben.
Samstag morgen ging es in unserer kleinen Gruppe los. Was ich vielleicht vorab erklären sollte. Wir sind insgesamt mit circa 30 Leuten, wenn nicht sogar mehr, in den Norden gereist. Es gab allerdings drei verschiedene Gruppen. Jeweils 2 größere Gruppen von circa 15 Personen, welche beide am Dienstag starteten und eine kleine Gruppe von 7 Personen, die bereits am Samstag startete, in der auch ich war. Es ging also am Samstag den 9.2 um 5.25 Uhr in Stavanger los. Der Start war ein wenig stressig, da an dem Abend zuvor eine Karnevalsparty war, die einige von uns ziemlich zerknautschte. Gott sei Dank hat aber doch alles wiedermal irgendwie hingehauen und wir saßen alle sieben pünktlich zur Abfahrt im Zug. Wie ihr es euch natürlich denken könnt, haben wir die ersten Stunden erstmal mit schlafen verbracht. Das ging gut bis es draußen hell wurde. Wir konnten endlich die traumhafte Umgebung zwischen Stavanger und Bodo sehen. Schnee, Berge und Meer-alles was die Seele braucht um glücklich zu sein. Ein perfekter Start in den Tag. Die Reise war ziemlich lang. Unser Endziel war ja nicht Bodo, sondern Tromso und das liegt schon wirklich weit im Norden. Ich glaube es sind knapp über 2000 Kilometer. Und die gesamte Strecke mit Zug und Schiff hinter sich bringen, benötigt Zeit. Insgesamt haben wir 50 Stunden gebraucht. 27 Stunden mit dem Zug und nochmal von Bodo nach Tromso mit der Fähre 23 Stunden. So schlimm es auch für einige jetzt klingen mag, ich will die Hinfahrt nicht missen möchten. Zugegeben, die ganze Strecke zurück war nicht mehr so angenehm wie der Hinweg, aber es ist schon gigantisch was man dort zu sehen bekommt.
Naja auf jeden Fall saßen wir im Zug und unsere Route verlief von Stavanger nach Kristiansand (die südlichste Stadt in Norwegen), von Kristiansand nach Oslo, von Oslo nach Trondheim, von Trondheim nach Bodo und von dort mit dem Schiff nach Tromso. Hier habt ihr ein paar Eindrücke von unserer Reise. Beginnend mit der Zugfahrt und dem Zwischenstop in Trondheim.
Ausblick aus dem Zug
Ausblick aus dem Zug
alle sind müde :-)
Ausblick aus dem Zug
Wir LEBEN!!!
Trondheim-man achte auf die Straße ! EIS !!!
Kirche Trondheim
In Bodo angekommen ging es dann auch nicht sofort weiter mit der Fähre. Wir mussten hier einige Stunden verbringen, weil die Fähre erst nachmittags startete. Eine wirklich tote Stadt muss ich sagen. es war Sonntag und nichts hatte geöffnet. Es ist anscheinend nicht üblich, dass hier Lokale und ähnliches geöffnet haben. Somit haben wir die Zeit in einem kleinen Shop totgeschlagen, der doch tatsächlich wirklich geöffnet hatte. Wandern war ein wenig schwierig, da wir unser Gepäck nicht wegschließen konnten. Und was zusätzlich toll war, wir hatten ein Geburtstagskind während unserer Reise. Unsere liebe Maggie wurde 22 Jahre alt. Wirklich nette gemütliche Feier im Zug ;-). <3
Maggie
kurz vor Bodo
Zentrum Bodo
Zentrum Bodo
Unsere Fähre
Um 15 Uhr ging es dann auf die Fähre. Ein Traum. Also wenn alle Schiffe so sind, dann will ich auf jeden Fall in meinem Leben mal mit der AIDA oder so fahren. Alles was dein Herz begehrt. Fitnessstudio, Sauna, Restaurants, einfach alles. Wir hatten uns keine Kabine gemietet, da dass zu teuer gewesen wäre aber so war es uns gestattet in der Panorama Lounge zu schlafen. Wir konnte also die ganze Nacht den Himmel beobachten und nach Northern lights schauen. Es wurden auch ständig Durchsagen gemacht wie: Jetzt sehen Sie auf Ihrer rechten Seite schwache Northern Lights oder Ähnliches. Es war also sehr praktisch und bereits die erste Nacht war erfolgreich. Wir haben sie gesehen. Und das nicht nur einmal. :-) Ich kann das gefühl gar nicht beschreiben. Die Natur bringt schon unglaubliches zustande. Das einzige was auf dem Schiff nicht so sympatisch war, waren die Putzkräfte. Wir wurden mit Staubsaugern geweckt und mit netten Kommentaren wie: Steht sofort auf, die Touristen wollen den Ausblick genießen und nicht euch sehen. Aber man will sich ja nicht andauernd beschweren. :-) Nach der ersten Nacht ging es dann zu einem perfekten Frühstücksbuffet, das alles beinhaltete wovon man je geträumt hat. Also das erste Schiff war sein Geld schon defintiv wert. Schon alleine aufgrund des Ausblickes und den Fjorden die wir sehen konnten. Unter anderem war der bekannteste Fjord des Nordens mit dabei. Es handelt sich hier um den sogenannten Trollfjord. Hier gab es dann gratis Fisch zu essen. Also wirklich gut organisiert.
Panorama Lounge
Restaurant
Meer
Meer
Ich, Maggie, Simo
Sonnenuntergang
Ausblick
Panorama Lounge- ich, Mona, Alicia und Hanna
Ausblick
Polarlichter
Montag kamen wir dann in Tromso an. Unser erstes Ziel. Kleine gemütliche Stadt muss ich sagen. Sie liegt auch direkt am Meer und ist verbunden durch eine riesige Brücke. Und was auch wirklich toll war, es war gar nicht mal so kalt wie erwartet. Während unseres Zwischenstops in Trondheim (halbe Strecke), wo es - 16 Grad waren, hatten wir schon Angst, dass wir im Norden erfrieren werden. Das war aber wirklich nicht der Fall. Es waren immer nur so -5 Grad. Das war wirklich angenehm. Leider hatten wir hier nicht all zu viel Zeit, da wir hier doch nur ein Zimmer bzw. einen Campingplatz für eine Nacht gefunden hatten. Wir haben die Zeit also gut genutzt und haben uns jegliche Museen und natürlich die Landschaft angeschaut. Außerdem haben wir auch wieder Northern Lights sehen können.
Tromso Hafen
Tromso Innenstadt
erster Teil Tromso
zweiter Teil Tromso
Innenstadt Tromso- Simo, Ali und Maggie
Unser Campingplatz
Maggie und Simo
Hanna, Ali und Maggie
Iida und ich
Dienstagnacht ging es dann also um halb zwei mit der Fähre, da das Reisen mit dem Schiff am billigsten ist und man eine Unterkunft für die Nacht hat, zu unserem zweiten Ziel, den Lofoten / Svolvaer. Auch das dauert wieder 17 Stunden, sodass wir Mittwoch Nachmittag ankamen. Das war aber auch vollkommen in Ordnung, da das Schiff noch besser war, als das andere. Wir hatten doch tatsächlich neben all dem Schnickschnack noch einen Jacuzzi. Ihr glaubt gar nicht wie toll es ist, draußen in einem Whirlpool sitzen zu können und dabei eine Landschaft sehen zu können, die man nur aus dem Bilderbuch kennt. Ich muss wirklich zugeben, ich habe mich nicht wie ein Student gefühlt. Das war schon was ganz besonderes. Wir hatten wirklich durchgehend Glück mit allem.
unser zweites Schiff
Plantschbecken :-)
Ali, Iida, Hanna und ich
Kurz vor den Lofoten
Angekommen in Svolvaer ging es dann auch schon weiter. Hier bleiben wir jetzt für die nächsten 3 Nächte. Ein gutes Gefühl mal zu wissen, man kann seine Tasche mal auspacken und muss nicht den nächsten Tag wieder irgendwo anders hinlaufen. Hier angekommen wir haben wir dann den ersten Abend gemütlich in der Wohnung verbracht. Wir haben eingekauft, gekocht und zusammen Brötchen gebacken. Danach haben wir dann noch einen Film geschaut und sind dann schlafen gegangen. Was war das schön nach der nacht auf dem Schiffsboden nochmal in einem bett zu schlafen. :-)
Abends in Svolvaer
meine kleine Familie :-) - Ali, Ich, Maggie, Simo, Iida, Hanna und Mona
Donnerstag haben wir uns dann ein Auto gemietet bzw besser gesagt zwei, da wir ja zu siebt waren. Wir sind damit zu den anderen beiden gruppen gefahren die sich im Süden der Lofoten aufgehalten haben. 3 Stunden fahrt ein Weg welcher sich wieder bezahlt gemacht hat. Die Lofoten sind durch etliche Brücken miteinander verbunden welche man überqueren muss um vorwärts zu kommen. Das einzig gefährliche sind wirklich die vereisten Straßen. Man sollte das wirklich nicht unterschätzen. Einige von uns hatten nicht so viel Glück bezüglich Auto fahren und vereiste Straßen, aber es ist nichts wirklich schlimmes passiert. Auf jeden Fall ist der Süden auch wirklich schön. Viele Berge und vor allem Wasser. Hier ein paar kleine Eindrücke von unserer Reise:
Auf der Suche nach einem Auto
Der Weg nach Reine
Der Weg nach Reine
Ali, ich und Maggie
kurz vor Reine
Kurz vor Reine
Reine Hafen
Polarlichter Reine bzw Stamsund
wir alle gemeinsam in Stamsund. Ein wirklich tolles Erlebnis !
<3
Um halb 12 nachts haben wir uns dann nochmal auf den Heimweg nach Svolvaer gemacht und haben noch zusammen gekocht und sind dann mehr oder weniger schnell schlafen gegangen, weil die ersten beiden unsere Gruppe verlassen haben. Maggie und Simo mussten schon früher los, da sie für Samstags kein Ticket mehr für den Zug bekommen haben. Für sie begann die Reise also dann schon Freitag morgen um 6.30 Uhr. Wir haben am Freitag auch nicht mehr so viel gemacht. Geschlafen, ein bisschen in unserer Badewanne geplantscht. Und wir haben ein Ice-Magic Museum besucht, was jetzt nicht so der Bringer war, aber gut was solls. Angeblich ist das die Sensation auf den Lofoten.
Danach haben wir dann unsere Taschen gepackt und Essen für die Reise gekocht, die für uns Samstag morgen um 6.30 Uhr begann. Zuerst ging es innerhalb von 3 1/2 Stunden mit einem Schnellboot nach Bodo und nach einem Wandertrip in Bodo weiter mit dem Zug nach Hause. Man waren wir alle froh, jetzt fast die gesamte Mannschaft, da wir alle das gleiche Ticket hatten, als wir zurück in Stavanger waren. Der Rückweg war gefühlt doppelt so lange wie der Hinweg. Wahrscheinlich weil man einfach nur in sein Bett wollte. Trotz allem haben wir auch hier viel gelacht. :-)
unsere Badewanne
Svolvaer
Eis
Eis
Ice-Magic (Hanna, Ali, Iida, Mona und ich)
Blick über Bodo- Wanderung während der Heimfahrt
Auf einem Berg in Bodo (Ismael, Julia, Iida, Verena, Nerea, Janina und Hanna)
Stundenlanges Warten in Bodo im Bahnhof
Iida und ich im Bahnhof in Bodo
Die letzten Eindrücke der Reise
Wie ihr seht, es war viel los und ich habe bestimmt noch sooo viele Sachen vergessen. Aber ihr seht ja auch die Bilder und ich komme ja auch wieder zurück und kann dann bestimmt immer noch was erzählen. Es waren auf jeden Fall unglaublich unbeschreiblich tolle Momente vorhanden, die ich wirklich auf keinen Fall missen möchte.
So das war es aber jetzt erstmal von dem Trip. Diese Woche steht eine Praktikumswoche in einem Kindergarten an. Bisher ist es echt cool. Ich muss sagen, dass es nicht wirklich einfach ist, doch wir können viel von den Kindern lernen. Sie bringen uns einige neue Vokabeln bei und gleichzeitig lernen wir auch Gebärdensprache, da der Kindergarten für taube Kinder ist. Viele neue Eindrücke also. Heute Abend geht es dann in das Stavanger-Musikorchester. Es soll ein wirklich gutes Streichorchester sein und dann müssen wir uns das natürlich auch anschauen. Freue mich schon sehr darauf.
Damit verabschiede ich mich dann auch von euch. Wünsche euch eine schönes Restwoche und wir werden bald voneinander hören.
Eure Svenja

