Freitag, 15. März 2013

Wo ist die Zeit nur hin?

Oh wow ist das jetzt schon lange her, dass ich mich das letzte mal bei euch gemeldet habe.
Ich weiß wirklich nicht wo die Zeit hin ist. Zugegeben, es ist nicht all zu viel passiert die letzten Wochen, aber trotzdem ging alles so schnell vorbei und da jetzt diese Woche wirklich nochmal was los war, habe ich auch nun wieder einen wirklichen Grund mein Erlebtes mit euch zu teilen.
Aufgehört habe ich bei meinem Praktikum. Also wie bereits berichtet, war die Arbeit mit tauben Kindern wirklich interessant. Vor allem die Gebärdensprache. Wirklich sehr spannend das mal sehen zu können. Ansonsten waren nur kleine Aktionen innerhalb der letzten Woche. Leider konnten wir doch nicht das Stavanger Orchester sehen, da die Veranstaltung ausverkauft war. Aber zum Ausgleich waren wir dann am selben Abend in ein Jazz-Konzert. Das war auch wirklich sehr nett anzuhören. Zugegeben, Jazz ist jetzt nicht so meine Musikrichtung, aber es schadet auch mal nichts was anderes zu hören. Dann waren wir in einer "Schulaufführung" bzw in einer Aufführung von Studenten. Eine Freundin von uns, ihr Name ist Morgan, studiert hier an der Uni Tanz und diese haben eine Show organisiert ,in der die Studenten der Musikhochschule getanzt haben. Wir haben sie uns natürlich alle gemeinsam angeschaut. Sehr beeindrucken. Manche Künstler leben wirklich in ihrer eigenen Welt und haben einen hin und wieder abstrakten Geschmack, aber auch dieser Abend bzw Nachmittag war beeindruckend.
Am Wochenende ging es dann endlich nochmal wandern. Unsere Gruppe bestand am 23.2 leider mal wieder nur aus 3 Leuten, da wir wahrscheinlich wieder viel zu früh gestartet sind. Somit haben Eveline, Hanna und ich uns auf den Weg zu einer Insel gemacht. Wir haben uns einfach in den Bus gesetzte und sind bis zur Endstation gefahren. Danach ging es dann einfach unseren Nasen nach und ich muss wirklich sagen, hin und wieder hat man den richtigen Riecher. Der Tag war einfach wieder wunderschön und der Ausblick beeindruckend. Ohne Ziel zu wandern ist hier meistens die beste Variante um wunderschöne Plätze zu finden und unvergessliche Momente zu erleben. Abend hatten wir dann noch vor auf eine Party zu gehen. Das endete allerdings mit einem Polizeieinsatz. Genaueres möchte ich hier nicht schreiben. :-) Erzähl euch das dann später mal. Die Bilder sind auf jeden Fall noch bevor der ganze Ärger angefangen hat.
Hier ein paar kleine Eindrücke für euch:

Insel Hundvag

Hanna, Eveline, Ich

Hundevag

Hundevag

Bohrinsel Hundevag

Ich, Hanna, Eveline

Ich, Hanna, Eveline in Gjorsteins Gate

Remi, Melissa, Morgan, Ismael

Hanna, Eveline, Ich, Ali, Victor, Iida

Maggie, Nerea


Ansonsten waren die letzten Wochen wirklich ruhig. Wir waren nur noch in einem Club abends mal und ich muss sagen, es ist immer wieder schockierend, welches Verhalten betrunkene Norweger aufweisen. Schupsen, Schlagen und brüllen... das sind die einzigen Eigenschaften, die betrunkene Norweger mit sich bringen... Katastrophe. Aber trotz allem haben wir uns die Stimmung nicht vermiesen lassen. Außerdem waren wir noch in unserem Lieblingscafe und haben uns eine Oper angeschaut. Ebenfalls von den Studenten der Musikuniversität organisiert. Das hat auch diesmal meinen Geschmack getroffen. :-)

ich, iida, Mona, Ili, Ali, Hanna, Maggie, Eleonora

Eleonora, iida, Maggie

Ali, Iida, Ich, Mona, Hanna


Und dann war es jetzt endlich so weit. Mein erster Besuch von zu Hause. Am Montagabend, den 04.03 um 21.35 Uhr durfte ich Naddel endlich willkommen heißen. Oh was hab ich mich soooo gefreut. Wir durften so viele tolle gemeinsame Momente hier in Stavanger und Umgebung erleben. Es war einfach unfassbar schön.
Da dann auch am Dienstag meine Veranstaltung an der Uni ausgefallen ist, konnten wir direkt mit dem Programm starten. Ich hatte mir natürlich genau überlegt, was man machen kann und was eher nicht. Ich muss aber sofort sagen, dass immer alles anders kommt als man denkt. So war es auch bei uns. Wir haben kaum Sachen gemacht, die auf meiner Naddel-Liste stehen. Trotz allem war es super schön...
Angefangen haben wir also mit den traditionellen Stavangerdingen. Zuerst sind wir zum Tower gegangen, welcher sich in Näher der Uni befindet und danach ging es zu den Three Swords. Den Tag zuvor hatte ich noch etwas von einer Halbinsel namens Ytraberget gelesen gehabt und dachte, die könnten wir auch noch besichtigen. Das haben wir natürlich dann auch gemacht. Wirklich eine sehr schöne Tour. Als wir dann Abends nach Hause kamen, haben wir uns in google maps mal angeschaut wie weit wir so gegangen sind und es waren wirklich 14 km. Ich finde das war für den ersten Tag gar nicht mal so schlecht.

Uniturm

Uniturm

Three swords

Am Hafrsfjord

Halbinsel Ytraberget

Halbinsel Ytraberget


Am zweiten Tag, Mittwoch, ging es dann zum Sola-Beach. Einer der schönsten Strände in Südnorwegen. Und ich muss sagen, es könnte wirklich stimmen. Also ich denke ich kann da auch in Naddels Namen sprechen. Es war wirklich toll. Der schöne Sandstrand und auch die beeindruckenden großen Steine an der Küste... WOW ! Sowas ist ein Geschenk für die Seele. Als wir dann vom Sandstrand zurückkamen, sind wir noch kurz in der Stadt rumgelaufen, haben eingekauft und gemeinsam mit Hanna zu Abend gegessen. Es gab selbstgemachte Quiche. Ein wirklich netter Ausklang des Tages.

Sola-Beach



Ruinkircke-Mauer Sola


Donnerstag war dann im Vergleich zu den ersten Tagen etwas ruhiger. Wir haben uns Stavanger angeschaut und sind ein bisschen rumgebummelt. Dann ging es gegen Mittag zurück in die Wohnung und wir haben dort unserer am Fischerboot frisch gekauften Shrimps zubereitet. Es gab eine Reis-Gemüse-Shrimps-Pfanne. Wirklich gut. Danach ging es dann zum Unipub in die Happy Our und danach zu Hanna. Da haben wir dann gemeinsam mit Victor Tiramisu gemacht bzw er und Hanna haben es gemacht und wir haben alle gemeinsam in der Küche gequatscht. Echt gemütlicher Abend.

Stavanger-Sentrum

skaterpark



Am Donnerstag hatten wir dann ebenfalls beschlossen uns für Freitag ein Auto zu mieten. Das haben wir dann also auch gemacht und sind dann Freitag zu viert gestartet. Eveline, Hanna, Naddel und ich haben uns auf den weg zu den Manafossen gemacht. es handelt sich hier um einen 92m langen Wasserfall. was uns allerdings nicht bewusst war, ist, dass es zu dieser zeit unmöglich ist dort hin zu kommen. Es war alles zugefroren und wir haben für die ersten 100 m hin und zurück geschlagene 3 Stunden gebraucht. Für den ein oder anderen von uns war der Ausflug nicht ganz so lustig. Ich glaube manche durchlebten alle Gefühlszustände die man sich nur vorstellen kann. :-) Das Ende vom Lied war also, wir waren da, haben aber keinen Wasserfall gesehen. Da wir aber das Auto nun hatten, haben wir beschlossen den Tag noch sinnvoll zu nutzen und sind fast den gesamten Südküste des Nordens abgefahren. Bis nach Egersund hat es uns verschlagen. Auf unserem Weg durften wir viele verschiedene Sehenswürdigkeiten Norwegens betrachten. Hier auch ein paar Eindrücke für euch:

Manafossen

Manafossen

Manafossen

Eigeroy fyr

Gloppedasura

Eigeroy


Samstag war es dann wieder etwas ruhiger. Nach einem etwas längerem Schlaf und ein paar organisatorischen Dingen sind Naddel und ich dann gemeinsam mit Maartje, Mandy, Iida, Lisa, Pawel und Olá nach Tau gefahren. Dazu mussten wir eine 40-minütige Schiffsfahrt auf uns nehmen. der Ausblick war natürlich wie ihr es euch denken könnt einfach nur toll. Zugegeben es war ein wenig kalt, da auch hier das Wetter langsam schlechter wird, aber man wird definitiv dafür entschädigt. Dort angekommen erklimmten wir den "höchsten :-) " Berg Taus und fuhren am frühen Nachmittag wieder nach Stavanger. Eine nette letzte Tour muss ich sagen. Danach fing es für mich dann auch schon an traurig zu werden. Naddel und ich gingen ein letztes mal einkaufen und wieder in meiner Wohnung angekommen, ging dann auch schon die Packerei los. Die letzte Nacht verbrachten wir nämlich bei Hanna, da es so einfacher war Naddel zum Flughafen zu transportieren. Wir verbrachten also dort den Abend gemütlich mit cinnemon rolls essen und gemeinsamen Singen und Gitarre spielen. Um 4 Uhr nachts war es dann so weit... Der große schlimme Abschied stand an !!! Nein so schlimm war es nicht. Die Zeit mit ihr war sooo toll hier, da gibt es überhaupt keinen Grund zur Traurigkeit. Es war wirklich toll, ich kann es gar nicht anders sagen.

Bootsfahrt

wir

kleine Insel auf dem Weg nach Tau

Tau von oben

Lisa und Iida (Schwestern)

Olá, Pawel, Ich, Iida, mandy, Maartje

Maartje, Mandy, ich und naddel


Danke das du da warst.. :-*
Jetzt wo sie weg ist geht alles wieder seinen geregelten Weg. Ich hatte diese Woche an der Uni eine International week. Wir hatten also Besucher aus ganz Europa und praktizierten eine Outdoor Education Week. Wir sind viel draußen gewesen und haben in der Natur gearbeitet. Montag sind wir mit den Stavanger Sportstudenten unterwegs gewesen und haben die Berge um Stavanger herum beklummen und Mittwoch ging es auf einem kleinen Motorboot angeln. Wir waren hier in der größten Naturschule in ganz Skandinavien. Das war wirklich interessant. Wir haben Krabben und Fischen geangelt und haben diese dann zubereitet und gegessen. Ich weiß, dass klingt jetzt echt fies, aber es hat Spaß gemacht und war wirklich cool :-). Freitag waren wir dann auf der iron Age Farm hier in Stavanger. Da haben wir unser eigenes Brot gebacken und haben versucht selbst Butter zu machen... Leider ohne Erfolg. Außerdem hatten wir ein Internationales Essen für das wir Erasmusleute gekocht haben und Donnerstag war eine Party zu Ehren der Besucher.
Hier ein paar Bilder:

Montag: Fangen in den Seilen

Montag: um die Wette laufen

Mittwoch: Los gehts zum Fischen

unsere Boote

Wir zurück mit unserem Essen

Mittwoch: Eine kleine Wanderung auf Langoy

Mittwoch: Grillen gerade den fisch gefangenen Fisch

Internationales Essen und Party danach :-)

Simo und ich auf der Party

Freitag: Iron Age Hütte

Selbst gemachtes Brot

Versuchen gerade aus Wolle einen Garn zu machen


Ansonsten gibt es meinerseits nichts mehr zu berichten. Die nächste Zeit wird etwas stressiger werden, da wir viel für die Uni zu tun haben. Aber irgendwie passt das alles schon.
ich spüre nur bereits jetzt schon, dass das trauernde Auge bezüglich Norwegen jeden Tag ein bisschen größer wird, wenn ich dran denke, dass wir bald Abschied nehmen müssen. Ich hab die Menschen wirklich in mein Herz geschlossen. Aber ja, es war klar, dass dieser Tag kommen wird. Wir werden auf jeden Fall die Zeit  die wir noch haben so gut es geht nutzen und gemeinsam genießen :-)

Bis dahin
Eure Svenja

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